|
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
|
 |
|
|
|
Theoretisch ist es gar nicht so schwer eine gute Gitarre zu bauen. Dazu benötigt man lediglich
einige Tonhölzer, gute Hardware, etwas Elektronik, das richtige Werkzeug und handwerkliches Geschick um diese Komponenten richtig zusammen zu fügen. Um jedoch eine außergewöhnliche Gitarre zu bauen, die ihren
Besitzer durch ihren einzigartigen Charakter und ihre Individualität inspiriert und motiviert ist darüber hinaus noch weitaus mehr erforderlich. Hierzu bedarf es zusätzlich noch Leidenschaft und Erfahrung, Phantasie
und den Mut neue Wege zu beschreiten – und nicht zu letzt – INSPIRATION. Selbstverständlich haben wir auch für unsere Hydra II auf hervorragende Tonhölzer beste Hardware und ausgeklügelte Elektronik großen Wert gelegt. Aber,
dass es nicht unser Ziel war „irgendeine gute Gitarre“ zu bauen, sieht und spürt man sobald man die Hydra II betrachtet und in den Händen hält. Wie die Morpheus II wurde auch unsere Hydra II in einer Kleinserie zu
120 Exemplaren überwiegend in Handarbeit gebaut. Basierend auf dem Design unserer Hydra I haben wir nach einem Jahr Entwicklungszeit eine neue, überarbeitete Hydra II realisiert. Wir haben mit verschiedenen
Hölzern experimentiert und uns entschlossen auch die Hydra II wieder aus dem besten uns bekannten Tonholz zu bauen. Der Body besteht aus massivem Korina-Wood mit einer ebenfalls massiven 18 mm starken Ahorn-Decke auf
die wiederum ein traumhaftes, selektiertes Quilted Maple Furnier aufgeleimt wurde. (perfect bookmatched) Warum verwenden wir Korina, obwohl man Gitarren doch auch aus wesentlich günstigeren Hölzern bauen kann?
Nicht umsonst wird Korina gerne als der heilige Gral der Tonhölzer bezeichnet. Und wir sind der Meinung, das es sich bei Korina um das denkbar beste Tonholz handelt um eine Gitarre zu bauen. Schon bei der Morpheus
I und II sowie der Hydra I haben wir mit Korina die besten Erfahrungen gemacht. Allein das geringe Gewicht dieses Holzes ist schon verblüffend. Die klanglichen Eigenschaften sind umwerfend. Die Hydra II hängt
mit einem Gewicht von 3,6 Kilogramm sehr gut ausbalanciert und bequem am Gurt. Diese Gitarre glänzt durch ein phantastisches Sustain und einen rasanten Attack. Aber der einzigartige Charakter dieser Gitarre
entsteht erst durch die Zusammenstellung ihrer Komponenten, das außergewöhnliche Design und das dahinter stehende Konzept. Schon ein Blick auf das Rosewood-Griffbrett zeigt, dass wir beim Design dieser Gitarre
Grenzen überschreiten wollten. Hier vermischt sich nordische mit griechischer Mythologie zu einem Geflecht aus echtem Abalone-Perlmutt. Wir haben die Hydra, die in der griechischen Mythologie als neunköpfiges
Schlangen-Ungeheuer dargestellt wird, in Form eines keltischen Drachen und keltischem Knotenwerks aus echtem Abalone-Perlmutt auf dem Griffbrett verewigt. Es war eine nervenaufreibende Arbeit das keltische Knotenwerk
zu entwerfen da keiner der 8 Hälse zwei Mal unter oder über einen anderen Hals kreuzen darf. |
|
|
|
 |
|
|
|
Der Hals selbst besteht aus bestem Hard-Maple (Ahorn) und ist stabil in den Korpus eingeleimt.
Wir haben einen sehr ergonomischen Hals-Korpus-Übergang geschaffen, der das Spielen bis in die höchsten Lagen ohne Finger-Akrobatik zu einem Vergnügen macht. Der Hals verfügt über eine 648´er Mensur und ist mit 24
Medium-Jumbo-Bünden bestückt, die perfekt abgerichtet und poliert sind. Auch wenn es vielen Gitarristen nicht auffallen wird, fühlen werde sie es allemal: Das Griffbrett wird von einem schwarzen Binding eingefasst.
Schon unverstärkt angespielt überrascht die Hydra II dank ihrer ausgesuchten Tonhölzer und der meisterhaften Verarbeitung durch ein außergewöhnliches Volumen und ein sehr differenziertes Klangbild. Mit dem Ziel,
den harmonischen Grundcharakter und das schon unplugged hörbare Potential dieses Instruments perfekt in elektrische Schwingungen umzusetzen haben wir den Kammerstein Quadrail Humbucker entwickelt der perfekt auf die
Hydra II abgestimmt ist. |
|
|
|
 |
 |
 |
|
Beim Entwurf der Schaltung der Hydra II haben wir, wie auch schon bei der Elektronik der Morpheus, besonderen
Wert auf Vielseitigkeit gelegt. Egal ob im Studio, auf der Bühne, im Proberaum oder zu Hause im Wohnzimmer: Die Hydra II liefert immer den perfekten Sound und ist Dank der Kammerstein Quadrail Humbucker bei denen
selbst im gesplitteten Modus immer zwei parallele Spulen arbeiten extrem unempfindlich gegen Einstreuungen und Brummen. Das E-Fach ist natürlich mit Grafitlack gegen elektromagnetische Einstreuungen versiegelt und
auch hier zeigt sich, dass bei Zerberus-Guitars die Qualität nicht da endet wo kein Licht hinkommt. Wir haben selbst beim Layout des Elektronik-Faches darauf geachtet nicht unnötig viel Holz zu entfernen. |
 |
 |
|
Die massiven Potiknöpfe sind natürlich, wie die komplette Hardware in Chrome gehalten. Durch die
Coil-Spectro-Shift-Schaltung hat man die Möglichkeit die Kammerstein-Humbucker feinfühlig vom Humbucker-Modus zum Singlecoil-Modus um zu blenden. Dadurch wird der Klang der Hydra II schrittweise von einem warmen und
fetten Humbucker-Sound in einen drahtig, perkussiven Singlecoil-Sound verwandelt. Die klanglichen Möglichkeiten sind dadurch fast unbegrenzt und die Einsatzmöglichkeiten der Hydra II reichen von Jazz über Rock und
Blues bis zu Funk, Pop und Heavy Metal. Tatsächlich trifft man die Hydra II auch wie die Morpheus II heute in allen möglichen Stilrichtungen an, in denen sie sich durch ihre immense Flexibilität blenden
durchsetzt. Ein besonderes Highlight der Hydra II ist das Konzept des Tremolo-Systems. Selbst die beste Gitarre wird unbrauchbar wenn das Tremolosystem nicht richtig arbeitet und nicht genügend Stimmstabilität
bietet. Auch hier verwendet Zerberus-Guitars selbstverständlich nur beste Hardware die perfekt auf die Hydra II angestimmt wurde. Beim Tremolo handelt es sich um ein Wilkinson VS100 by Gotoh. |
 |
|
|
 |
 |
 |
|
Um eine reibungslose Saitenführung über den Sattel zu gewährleisten wurde ein Rollensattel
verwendet. |
|
|
 |
 |
|
Auch der Headstock wurde so entworfen, dass die Saiten möglichst parallel vom Rollensattel weg zu den
Mechaniken laufen um auch hier ein Verstimmen der Saiten durch Reibungsverluste zu vermeiden. Sobald man mit dem Tremolo eine Dive-Bomb ausführen würde, würden sich die Saiten jedoch durch das Lockern der Wicklung um
die Achse der Mechaniken zwangsläufig verstimmen. Um dies zu verhindern wurden selbstsichernde Locking-Mechaniken der Firma Grover verwendet. |
|